8. Norddeutscher Fachtag für den Pflege- und Erziehungsdienst
09. April 2008 in Hamburg
- Beziehung Leben Lernen -
Fachbeiträge - Regionale Fachtage
Am 9. April 2008 fand im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) der 8. Norddeutsche Fachtag statt. Eingeladen hatte das Klinikum gemeinsam mit dem Institut QuQuK. Die Veranstaltung wurde von ca. 160 Teilnehmern aus über 20 Norddeutschen Kliniken und Jugendhilfeeinrichtungen besucht. Eine Teilnehmer-begrenzung hatte dazu geführt, dass die Tagung schon nach kurzer Zeit ausgebucht war und zahlreiche Bewerber nicht teilnehmen konnten.
Nach den Begrüßungsworten folgten zwei Vorträge. Frau Gerda Elmerhaus, Kranken-schwester und Pflegeprozessbegleiterin im UKE, sprach zum Thema „Hält die Bezugspflege was sie verspricht? Bezugspflege auf dem Prüfstand“. Sie stellte die Ergebnisse der Bezugspflegeforschung aus der Klinik vor, hierbei wurde nochmals deutlich, welche enorme Bedeutung die Beziehungsarbeit und Bezugspflege in der Kinder- und Jugendpsychiatrie hat und welche Rahmenbedingungen notwendig sind, damit wir die Kinder- und Jugendlichen bei der Bewältigung schwieriger Lebensab-schnitte unterstützen können.
Anschließend sprach PD. Dr. Georg Romer, stellvertretender Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie im UKE, zum Thema „Die Familie in der Kinder- und Jugend-psychiatrie“.´In diesem sehr interessanten Vortrag ging er auf die sehr komplexen Beziehungsmuster in den Familien ein. Deutlich wurde noch mal, wie wichtig es ist, die Familie bei der Behandlung mit „ins Boot“ zu holen.
Zwischen diesen beiden Vorträgen konnten sich die Teilnehmer von einem Magier (Oberarzt Dr. S. Hoffmann) verzaubern lassen.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden zehn Workshops angeboten. Die Workshops wurden von Mitarbeitern unterschiedlicher Berufsgruppen aus mehreren Kliniken geleitet. Themen waren unter anderem Beziehungsgestaltung in der Bezugspflege bei unterschiedlichen Störungsbildern, Umgang mit aggressiven Patienten, Pflege- und Behandlungsplanung. Weiterhin wurden Workshops angeboten, in denen spezielle Projekte dargestellt wurden, wie z. B. Bauwagen-projekt, Segelprojekt und Einsatz von Musik und anderen künstlerischen Medien. Die Workshops boten für die Teilnehmer Gelegenheit zum fachlichen Austausch und wurden als sehr anregend erlebt.
Programm