Arbeitskreis - Massregelvollzug
Linienverzierung

BundesArbeitsGemeinschaft

Leitender Mitarbeiter/-innen des Pflege- und Erziehungsdienstes

  kinder- und jugendpsychiatrischer Kliniken und Abteilungen e.V.

Home  ::  Aktuelles  ::  Die BAG  ::  Bildung  ::  Bundesfachtagung  ::  Regionale Fachtage  ::  PED-Preis  ::  Links
Linienverzierung
 
 
FORUM BAG
Kontakt
Vorstand
Mitgliedschaft
AK - Entgeltsystem
AK - Institutsambulanz
AK - Maßregelvollzug
AK - Tageskliniken
Leitlinien
Historie und Chronik
Impressum
STEP-Elterntraining
Psychisch kranke Eltern
Aktion psychisch Kranke
 
 

Arbeitskreis - Maßregelvollzug

 

Tätigkeitsberichte:

Tätigkeitsbericht 2009-2010     Tätigkeitsbericht 2008-2009     Tätigkeitsbericht 2006-2007

Auf der BAG-Bundesfachtagung 2003 in Tübingen wurde durch die Mitgliederversammlung der Auftrag zur Gründung eines Arbeitskreises Forensik ausgesprochen. Mittlerweile sind Pädagogisch-Pflegerische Vertreter aus neun Kliniken im Bundesgebiet Mitglied in diesem Arbeitskreis. Alle Kliniken verfügen über ein spezielles jugendforensisches Angebot.

Termine des Arbeitskreises:
03.05. - 04.05.2012: Arbeitskreistreffen in Alzey

08.11. - 09.11.2012: Arbeitskreistreffen in Basel

Sicherungsverwahrung - Bundesverfassungsgericht - Stellungnahme  Stellungnahme

Sicherungsverwahrung - Beschluss Deutscher Bundestag  Beschluss

Sicherungsverwahrung - Beschluss Gesundheitsministerkonferenz   Beschluss

Sicherungsverwahrung - Abstandsgebot Eckpunkte Bundesjustizministerium   Eckpunkte

Sicherungsverwahrung - Fraktionen Deutscher Bundestag  Empfehlung

Sicherungsverwahrung - Diskussionsentwurf - BAG-KJPP-ÄD  Stellungnahme

Sicherungsverwahrung - Stellungnahme - BFLK  Stellungnahme

Sicherungsverwahrung - Stellungnahme - DGPPN  Stellungnahme

Freiheitsentziehende Maßnahmen - Empfehlung der BAG der ltd. KJP-Klinikärzte  Empfehlung FEM

Studie: Privatisierung Maßregelvollzug 2010  Studie

Zitat:

Im Gegensatz zur psychiatrischen Behandlung Erwachsener muss bei der Behandlung von Jugendlichen und nach dem Jugendstrafrecht verurteilter Heranwachsender auch ein erzieherisches Ziel verfolgt werden (Schöch 1995). Das Konzept eines Jugendmaßregelvollzuges hat neben dieser besonderen Situation auch die spezielle Nachsorge (z. B. Führungsaufsicht, Bewährungshilfe, Sozialpsychiatrische Dienste, Jugendhilfe, Drogenberatung) zu berücksichtigen. Eine Verzahnung zwischen Erwachsenen- und Jugendmaßregelvollzug entspricht zwar den ökonomischen Notwendigkeiten und auch den Qualitätsvorstellungen von fachübergreifender Kooperation, Jugendliche bedürfen aber einer spezifischen jugendpsychiatrischen und psychotherapeutischen Betreuung. Gerade bei so einschneidenden Maßnahmen wie Haft und Maßregel muss in besonderer Weise auf die Einhaltung der Grundanforderungen, die sich aus der UN-Kinderrechtskonvention ableiten lassen geachtet werden.

Daraus ergeben sich bei der Konzeption besonderer Anforderungen an eine Jugendmaßregelklinik.

Therapeutische Mindestanforderung einer forensischen Jugendpsychiatrie

(modifiziert nach Specht 1990; Schläfke/Hässler 2001):

1. Der Jugendmaßregelvollzug muss als Feld für soziales Lernen eine überschaubare Größe haben und

    entsprechend gegliedert sein.

2. Er muss außerhalb des gemeinsamen Akutbereiches (Aufnahmebereich, Krisenintervention) vom

    Erwachsenenbereich so abgegrenzt sein, dass die eigene Gestaltung der für soziales Lernen notwendigen

    Verantwortungsbereiche für die jugendlichen Straftäter möglich ist.

3. Er muss mit seinen alltäglichen Lebensbedingungen eine weitgehende Annäherung an Lebensbedingungen

    außerhalb der Einrichtung stellen können, wozu auch Schule und Berufsausbildung zählen, und schrittweise

    Übergänge von innen nach außen entwickeln.

4. Er muss einen Plan seiner Angebote und Vorgehensweise, des Zusammenwirkens und des beabsichtigten

    Verlaufes seiner Einflussnahme nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen vorweisen können.

5. Er muss über Mitarbeiter mehrerer Fachrichtungen verfügen (Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pädagogik,

    Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Psychotherapie, Psychologie, Ergotherapie, Kreativtherapie).

6. Für die Mitarbeiter müssen Fortbildungen, Supervision und externe Teamberatung gewährleistet sein.

Zitiert aus:

Freiheitsentziehende Maßnahmen in Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie

(von Jörg M. Fegert, Karl Späth und Ludwig Salgo, Herausgeber).

Hier Maßregelvollzug bei Jugendlichen und Heranwachsenden (von Detleff Schläfke und Frank Hässler).

Der Arbeitskreis trifft sich zweimal jährlich für jeweils zwei Tage in einer der teilnehmenden Kliniken. Arbeitsziel ist der gegenseitige Informations- und Erfahrungsaustausch, aber auch das Erarbeiten konkreter Themen aus dem Berufsalltag. So heißt das aktuelle, selbst gesetzte Thema: “Erstellung von Kriterien als Grundlage für das Pädagogisch-Pflegerische Handeln im Umgang mit Jugendlichen im MRV, sowie zur Einschätzung von Entwicklung und Prognose“.

Literaturempfehlungen:  siehe auch: Literatur

- Beck Texte: StGB Strafgesetzbuch. Deutscher Taschenbuchverlag München

- Brünger, Weissbeck (Hrsg.): Psychisch kranke Straftäter im Jugendalter

- Brünger, Weissbeck (Hrsg.): Jugendmaßregelvollzug in Deutschland

- Lemp, R. / Schütze, G. / Köhnken, G. (Hrsg) (1999):

  Forensische Psychiatrie und Psychologie des Kindes- und Jugendalters. Darmstadt

- Nedopil, N. (1996): Forensische Psychiatrie. Stuttgart, New York.

- Schläfke, D. / Hässler, F. (2001): Maßregelvollzug bei Jugendlichen und Heranwachsenden.

  In: Fegert, J.M. / Späth, K. / Salgo, . (Hrsg): Freiheitsentziehende Maßnahmen in Jugendhilfe und

  Kinder- und Jugendpsychiatrie. Münster

- Schmälzle, M. / Knölke, U. (Hrsg) (2002): Therapie unter Zwang?

  Lengerich, Berlin, Bremen, Riga, Rom, Viernheim, Wien, Zagreb.

- Tessenow, A. (2002): Jugendliche und Heranwachsende im psychiatrischen Maßregelvollzug.

  Frankfurt, Berlin, Bern, Brüssel, New York, Oxford, Wien.

- Volckart, B. (1999): Maßregelvollzug. Neuwied, Berlin.

- Warnke, A. / Trott, G.-E. / Remschmidt, H. (Hrsg) (1997):

  Forensische Kinder- und Jugendpsychiatrie - Handbuch für Klinik und Praxis. Bern, Göttingen, Toronto, Seattle.

Ansprechpartner :

Ralf Dreisigacker (Leiter des AK)

Stationsleitung der sozialtherapeutischen Jugendstation im Pfalzinstitut Klinik für Kinder- u. Jugendpsychiatrie in Klingenmünster. Telefon: 06349/900-3500

Email: Ralf.Dreisigacker@bag-kjp.de

Michael Hübner (für die BAG)

Pädagogisch-Pflegerischer Leiter im Pfalzinstitut Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Klingenmünster

Telefon: 06349/900-3007

Email: Michael.Huebner@bag-kjp.de

Clemens Klar

Leitende Pflegekraft in der Vitos Klinik Lahnhöhe in Gießen

Telefon: 06421/404224-603

Email: Clemens.Klar@bag-kjp.de

Reneé Beyerlein

Stationsleitung im Maßregelvollzug des Sächsischen Krankenhauses in Rodewisch

Telefon: 03744/366-3601

Email: Renee.Beyerlein@bag-kjp.de

Katrin Droßel

Stationsleitung in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in SKH Arnsdorf

Telefon: 035200/263152

Email: Katrin.Drossel@bag-kjp.de

Herbert Fritz

Leitender Pädagoge in der Klinik Wiesengrund KJP in Berlin

Telefon: 030/41942915

Email: Herbert.Fritz@bag-kjp.de

Nina Hamel

Stationsleitung in den Universitären Psychiatrischen Kliniken in Basel

Telefon: +41 (0) 61 325 5960

Email: Nina.Hamel@bag-kjp.de

Cordula Heiße

Pflegebereichsleitung in der Westfälische Kinder- und Jugendklinik in Marsberg

Telefon: 02992/60-13310

Email: Cordula.Heisse@bag-kjp.de

Jürgen Sartorius

Stationsleitung in der Rheinhessen-Fachklinik in Alzey

Telefon: 06731/501620

Email: Juergen.Sartorius@bag-kjp.de

Karin Waleska-Saß

Stationsleitung in der Forensische Psychiatrie an der Universitätsklinik in Rostock

Telefon: 0381/4944881

Email: Karin.Waleska-Sass@bag-kjp.de

Michael Wieneke

Stv. Stationsleitung im Niedersächsischen Krankenhaus in Moringen

Telefon: 05554/979-3050

Email: Michael.Wieneke@bag-kjp.de